GEMEINDE  BÖTTSTEIN

                 Gemeindeentwicklung
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GEMEINDEENTWICKLUNG - LEITSÄTZE - MASSNAHMEN

 

Vier Dörfer – eine Gemeinde. Dank Rücksichtsnahme zwischen Jung und Alt, Einheimischen und Ausländern und dem respektvollen Umgang mit der Natur fühlen sich die Menschen in Böttstein, Kleindöttingen, Eien und Burlen wohl. Die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die vielseitigen Einkaufsmöglichkeiten sowie die Erschliessung durch die Refuna garantieren eine gute Lebensqualität. Viele Besucher werden durch verschiedene Erholungsräume und Wandermöglichkeiten in der Gemeinde angezogen. Diese Vorteile gilt es zu erhalten, auszubauen und besser zu vermarkten.

In der Gemeinde Böttstein fehlt ein attraktiver Dorfkern. Dieser Dorfplatz drängt sich in Kleindöttingen auf. Der alte Dorfkern ist nicht mehr bekannt. Das einheimische Gewerbe und der Detailhandel muss erhalten und somit gestützt werden. Sie bieten Lebensqualität durch kurze Wege, Arbeitsplätze, Lehrstellen und Steuereinnahmen für die Gemeinde. Die Gemeinde soll für Investoren interessant und bekannt sein.

Verursacht durch den überaus hohen Ausländeranteil ist auch eine gewisse Ausländerfeindlichkeit in der Bevölkerung festzustellen. Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung sind wichtige Bestandteile einer attraktiven Gemeinde. Der Ausländeranteil sollte in einem „gesunden" Verhältnis zur Gesamtbevölkerung stehen. Eine Ghettobildung ist in Kleindöttingen unverkennbar vorhanden und dehnt sich aus - billiger Wohnraum zieht Ausländer an. Eine Integration ist somit nicht mehr gewährleistet und die deutsche Sprache wird vernachlässigt. Aus der Not soll eine Tugend gemacht und das multikulturelle Element positiv umgesetzt werden.

Mehr als der Fluglärm belastet der private Verkehr die Bevölkerung. Als störend wird vor allem die zunehmende Lärmbelastung namentlich durch Lastwagen auf der Hauptstrasse empfunden. Verkehrsraudis auf den Nebenstrassen und Mehrverkehr verursachen viel Lärm. In den Quartierstrassen soll zum Langsamfahren angehalten werden. Zudem werden verkehrsberuhigende Massnahmen zur Sicherheit von Fussgängern und Zweiradfahrern auf der Hauptstrasse gefordert. Der öffentliche Verkehr (ÖV) soll gefördert und vor allem nachts und am Wochenende verbessert werden. Zudem fehlt eine Anbindung an die Autobahn A1 bzw. A3. Ein Zubringer ist in Diskussion und kann die wirtschaftliche wie auch die bevölkerungsmässige Entwicklung unserer Gemeinde positiv beeinflussen.

Das Freizeitangebot in der Gemeinde ist bescheiden. Vor allem viele Jugendliche ziehen es vor, mangels Angebot, ihre Freizeit auswärts zu verbringen. Spontane und traditionelle Anlässe würden dazu beitragen, die Bevölkerung einander näher zu bringen. Ebenso gehören verschiedene Kursangebote zu einem intakten Dorfleben. Kulturelle Anlässe, welche auch auswärtiges Publikum anziehen würden, sind keine vorhanden. Von einem attraktiven Kulturangebot würde die Gemeinde profitieren.

Die Gemeinden des Unteren Aaretals fungieren in vielen Bereichen als „Einzelkämpfer". Um jedoch langfristig gemeinsam erfolgreich zu sein, gilt es Synergien zu nutzen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Arbeitsgruppe Gemeindeentwicklung

 

Umsetzung

Der Gemeinderat hat im Jahr 2007 beschlossen, das Projekt Gemeindeentwicklung zu starten. Als Projektberater und Coach wurde Kurt Schmid von der UTA Comunova AG, Kleindöttingen, zugezogen. Für die Koordination und Begleitung wurde eine Projektgruppe eingesetzt.

Im November 2007 hat in der Mehrzweckhalle das Gemeindeforum „4-plus" stattgefunden. Die Arbeitsgruppe hat die Wünsche und Anregungen gegliedert und konkrete Massnahmen formuliert.

Das Ergebnis der Beratungen der Arbeitsgruppe wurde in alle Haushaltungen zugestellt. Die Bevölkerung erhielt Gelegenheit, zu den Leitsätzen und Massnahmen Stellung zu nehmen. Es sind über 50 Stellungnahmen eingetroffen. Viele Anregungen aus der Bevölkerung konnten übernommen werden.

In der Zwischenzeit wurden die Leitsätze und Massnahmen zusammen mit der Arbeitsgruppe besprochen und verabschiedet. Der Gemeinderat wird die einzelnen Massnahmen nun planen, projektieren und die Umsetzung einleiten. Dabei ist zu beachten, dass die Projekte auch finanziell tragbar sind.

Es gibt auch Anliegen und Wünsche, die den Gemeinderat konstant fordern und beschäftigen, aber nicht oder zumindest nicht vollständig im Einflussbereich der Gemeindebehörde liegen. Solche Geschäfte sind schlecht terminierbar, sie sind im Massnahmenplan nicht enthalten.

Als Beispiele sind zu erwähnen:

- Der Gemeinderat befürwortet den Bau neuer Kernkraftwerke und steht grundsätzlich hinter der umweltfreundlichen Kernenergie;

- Der Gemeinderat setzt sich für eine gerechte Entschädigung von den überregionalen Energie- und Entsorgungsanlagen ein.

Der Gemeinderat wird jährlich über den Stand der Realisierung der einzelnen Massnahmen informieren.

Auf den folgenden Seiten sind die Leitsätze und Massnahmen im Einzelnen ersichtlich. Ebenfalls vermerkt sind die Prioritäten, wobei das aufgeführte Kalenderjahr als Projektbeginn zu verstehen ist. Auf der letzten Seite werden die bereits realisierten oder erledigten Massnahmen aufgeführt.

 

Dank

Den Mitgliedern der Arbeitsgruppe 4-plus sowie dem Coach, Kurt Schmid, gehört ein herzliches Dankeschön für die geleistete grosse Arbeit und den persönlichen Einsatz jedes Einzelnen.

In vielen Sitzungen wurde der nun vorliegende Massnahmenkatalog erarbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wird unserer Gemeinde in vielerlei Hinsicht zu Gute kommen.

Gemeinderat Böttstein

 

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GEMEINDE BÖTTSTEIN / GEMEINDEENTWICKLUNG

Leitsätze / Massnahmen

Nr

Text

 

 

 

1

2

3

4

1.

Ausländer

Der Ausländeranteil in der Gemeinde Böttstein ist auf ein gesundes Mass zu begrenzen. Dem Trend der Ghetto-Bildung in Kleindöttingen ist zu begegnen. Die Gemeinde betreibt eine mittel- und langfristige Strategie für die Integrationspolitik. Die deutsche Sprache ist der Schlüssel zur Integration.

 

 

 

 

 

1.1

Der Gemeinderat erarbeitet ein längerfristiges Integrationsprojekt mit Pioniercharakter. Dazu setzt er eine Projektgruppe ein

2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2.

Finanzen / Steuern

Die Gemeinde führt einen ausgeglichenen Finanzhaushalt. Der Steuerfuss darf den gewogenen kantonalen Mittelwert nicht übersteigen.

 

 

 

 

 

2.2

Der Steuerfuss soll mittel- bis langfristig gesenkt werden.

 

 

 

2012

 

 

 

 

 

 

3.

Verkehr und Sicherheit

Verkehrsberuhigende Massnahmen zur Sicherheit von Fussgängern, insbesondere Kindern und Zweiradfahrern, namentlich auf der Hauptstrasse, stehen im Zentrum. Der öffentliche Verkehr soll gefördert werden. Der regionalen Verkehrsanbindung ist grosse Beachtung zu schenken.

 

 

 

 

 

3.2

In den Quartierstrassen wird Zone 30 signalisiert und kontrolliert.

2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

4.

Jugend / Schule

Wir wollen auch in Zukunft Schulstandort sein für Kindergarten, Primarschule und Oberstufe. Wir streben trotz hohem Ausländeranteil ein hohes Schulniveau an und bemühen uns, die anderssprachigen Kinder möglichst schnell zu integrieren. Wir bekämpfen zusammen mit Schulpflege, Schulleitung und Lehrpersonen gezielt Gewalt und Suchtprobleme an der Schule. Wir möchten Einrichtungen schaffen, wo Jugendliche und Kinder sich treffen und ihre Freizeit sinnvoll nutzen können.

 

 

 

 

 

4.4

Die alte Turnhalle soll reaktiviert werden.

 

 

2011

 

 

 

 

 

 

 

5.

Wohnqualität / Infrastruktur

Die gute Wohnqualität in der Gemeinde Böttstein muss gesichert bleiben. Die täglichen Bedürfnisse sollen zu Fuss oder mit dem Velo erledigt werden können. Die Gemeinde fördert das Bevölkerungswachstum durch Einfamilienhauseinzonungen. Für das Wohl der Bürger ist auch eine gute Luft nötig. Die Gemeinde pflegt eine nachhaltige Wärmeversorgung möglichst ohne Öl- und Gasheizung. Die Gemeinde legt Wert auf Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung.

 

 

 

 

 

5.3

Periodische Durchführung einer Tauschbörse / Flohmarkt

 

2010

 

 

5.4

Im Zuge der Forderung nach guter Luftqualität sind die Bürger gegen die Schweinezucht in Eien. Sie ist zu dicht am Wohngebiet. Feldwirtschaft ist ausreichend und wird akzeptiert.

2009

 

 

 

5.6

Es ist ein Konzept für das Wohnen im Alter in der Gemeinde Böttstein auszuarbeiten

 

 

 

2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6.

Kultur / Freizeit / Sport

Das Freizeitangebot in der Gemeinde ist auszubauen. Spontane und traditionelle Anlässe tragen dazu bei, die Bevölkerung einander näher zu bringen. Ebenso gehören verschiedene Kursangebote zu einem intakten Dorfleben dazu. Das gute Sportangebot in der Gemeinde ist weiter zu entwickeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6.1
6.3

Es ist eine Eventkommission zu gründen. Spontane und traditionelle Anlässe können Konzerte, Theateraufführungen, Open-Air-Kinos,  Jugendfest, Dorffest, Jugendpartys, Schlossfester und Böttsteiner Chilbi sein. Das Angebot an Vorträgen und Kursen ist zu erhöhen, und dazu ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten.

 

2010

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

7.

Wirtschaft / Arbeitsplätze

Die Gemeinde legt grossen Wert auf das einheimische Gewerbe und ein breites Angebot im Detailhandel. Diese pflegt günstige Rahmenbedingungen für Industrie und Gewerbe. Dadurch werden Arbeitsplätze, Lehrstellen und Steuereinnahmen gefördert. Die Gemeinde soll für Investoren interessant und bekannt sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8.

Regionale Zusammenarbeit

Die Gemeinde Böttstein trägt aktiv zur regionalen Zusammenarbeit im Unteren Aaretal bei. Um langfristig erfolgreich zu sein gilt es, Synergien zu nutzen und sich gegenseitig zu unterstützen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9.

Dorfbild / Einkaufen

Die Gemeinde legt grossen Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild – auch im Industriegebiet. Wir streben einen attraktiven Dorfplatz als sozialen Treffpunkt an. Gleichzeitig sollen die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort erhalten und ausgebaut werden.

 

 

 

 

 

9.1

Der Gemeinderat fördert die Idee für ein attraktives Dorfzentrum mit Café.

 

 

2011

 

9.5

Schaffen von zusätzlichen Sitzbänken in der Gemeinde

 

 

 

2012

9.6

Erhalt und Förderung der Baumpflanzungen entlang den Hauptstrassen

 

 

 

2012

9.7

Verschönerung des Dorfbilds in verschiedenen Bereichen anstreben

 

2010

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

10.


 

Umwelt / Natur

Wir bemühen uns, dass das ländliche Landschaftsbild erhalten bleibt. Wir tragen Sorge zu unseren Naturschutzgebieten am Klingnauer Stausee und beim Weiher. Wir wollen eine angenehme Wohnqualität in allen Dorfteilen.

 

 

 

 

 

10.2

Wir streben eine nachhaltige (Natur, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft) Gemeindeentwicklung an. Dazu ist ein Naturschutzkonzept zu erarbeiten.

 

 

2011

 

10.6

Die Gemeinde strebt das Energiestadt-Label an.

 

2010

 

 

 

 

 

 

 

 

11.

Kommunikation / Öffentlichkeitsarbeit

Die Vier-Dörfer-Gemeinde Böttstein lebt von ihrer Vielfalt. Kommunikation nach innen und nach aussen sollte ein wichtiger Bestandteil des Gemeindeauftrittes sein. Die Gemeinde fällt durch lokale und überregionale Aktivitäten auf.

 

 

 

 

 

11.2

Der Internetauftritt ist weiter zu entwickeln.

2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Erledigte Massnahmen

 

 

1.2

Durchführung von Deutschkursen für ausländische Frauen und Männer

läuft

2.1

Der Gemeinderat präsentiert jährlich den Finanzplan

ist so

3.3

Geschwindigkeitsbeschränkung Wannenstrasse

rechtlich nicht möglich

3.4

Fahrverbot Rad-/Schulweg Steig

Signalisation ist gestellt

3.5

Verstärkung der Verkehrskontrollen

Repol

4.2

Angebot Mittagstisch in der Schule

läuft

4.3

Die Schule lanciert ein Gewaltpräventionsprojekt

läuft

5.1

Die Öffnungszeiten der Entsorgungs-Sammelstellen sind zu erweitern (Berufstätige)

erledigt

5.2

Überprüfung der Grau- und Grünabfuhrgebühren

wird laufend überprüft

5.7

Erhöhte Polizeipräsenz

Repol

5.8

Aufwertung Schrebergarten (ausserhalb Baugebiet)

Spezialzone nicht realisierbar

6.4

Gezielte Unterstützung Sporthochburg Kleindöttingen

ist so

8.1

Hochwasserproblematik regional lösen

läuft

8.3

Böttstein sucht proaktiv die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden

laufend

11.1

Das Mitteilungsblatt soll für Vereine geöffnet werden (mit Veranstaltungskalender / Redaktionsschluss)

ist so

11.6

Gemeinderat arbeitet verstärkt mit den Vereinen zusammen

ist so

4.7

Realisierung Oberstufenstandort Kleindöttingen

nach Ablehung des Projekts Kleeblatt besteht momentan kein Handlungsbedarf

7.2

Der Gemeinderat schafft die Bedingungen, dass die REGA in Kleindöttingen bleibt

erledigt, Hauswartkosten werden zL Gemeinde übernommen, Benützungs-reglement wurde entsprechend geändert.

7.3

Die Gemeinde pflegt regelmässigen Kontakt zu Firmen und Unternehmen

läuft

11.8

Aktion Anschaffung Gemeindefahne (Böttstein, AG, CH)

durchgeführt und abgeschlossen

2.5

Pünktliche Steuerzahler werden belohnt

wird nicht weiter verfolgt. Keine Belohnungen aussetzen für das Einhalten von gesetzlichen Vorschriften

7.1

Der Gedanke „wiiter dänke – nöcher iichaufe“ ist durch verschiedene Massnahmen kommunal bekannt zu machen (Plakattafel).

erledigt: Schieber mit Informationsinhalt bei den Ortseingangstafeln